Zulassung zum Richter Reiten Schwerpunkt Vielseitigkeit:
Der Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungslehrgang und zur Prüfung ist vom Bewerber an die Landeskommision (LK) zu richten.
Zulassungsvoraussetzung:
– Mitgliedschaft in einem Pferdesportverein, der einem der FN angeschlossenen Landes- und/oder Anschlussverbände angehört.
– Vollendung des 21. Lebensjahres
– einwandfreie charakterliche Haltung und Führung, Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses, nicht älter als 6 Monate
– Nachweis folgender Voraussetzungen des Bewerbers:
- bestandene Prüfung zum Trainer C – Reiten/Leistungssport mit Schwerpunkt Gelände oder
- bestandene Prüfung zum Pferdewirt – Fachrichtung klassische Reitausbildung und mindestens eine Platzierung in einer Vielseitigkeitsprüfung Klasse A oder
- bestandene Prüfung zum Pferdewirtschaftsmeister – Klassische Reitausbildung oder
- eine Platzierung in einer Vielseitigkeitsprüfung Klasse L
– Teilnahme an den von der LK festgelegten Vorbereitungsmaßnahmen zur Aufnahme in die Richterliste
– Der Bewerber ist auf der Richteranwärterliste der LK geführt worden und ist innerhalb dieser Zeit bei einer von der LK festgelegten Zahl von WB/LP als Richteranwärter mindestens
- bei zehn Dressur WB/LP
- bei zehn Spring-WB/LP, davon mindestens fünf Stilspringprüfungen
- bei fünf Stilgeländeritten
- bei fünf Vielseitigkeitsprüfungen der Klasse und A, davon mindestens einmal Klasse A**
- an mindestens einem vollen Turniertag als Parcourschefassistent Springen
- an mindestens einem vollen Turniertag als Parcourschefassistent Gelände, sowie
- zusätzlich fünfmalige Assistenz bei der Aufsicht Vorbereitungsplatz tätig gewesen
Diese Nachweise müssen auf mindestens fünf verschiedenen PLS erbracht werden.
– standardisierte Gutachten (gemäß Durchführungsbestimmungen)
– Teilnahme an mindestens ein- bis dreitägigen Vorbereitungslehrgang, welcher den Prüfungsmodulen vorausgeht. Die Prüfungsmodule können einzeln oder in einem Block durchgeführt werden.
Über die Zulassung entscheidet die LK
Die Prüfung setzt sich aus folgenden Modulen zusammen:
Modul 1: Breitensport
– Abnahme und Inhalte Pferdeführerschein/Reitabzeichen
– Bedeutung des Breitensports, andere Reitweisen, rechtliche Regelungen des Reitens in Feld, Wald und Straßenverkehr sowie Richten von Breitensportlichen Wettbewerben gemäß WBO
– Richten von Reiter-Wettbewerben gemäß WBO
Modul 2: Dressur- und Springprüfungen Klasse E und A
– Richten von Dressurprüfungen bis Klasse A (einschließlich Kommentierung/Protokollierung)
– Richten von Stilspringprüfungen Klasse E und A
– Reitlehre im Zusammenhang mit dem Richten in Dressur- und Springprüfungen Klasse E oder Klasse A
– Parcoursabnahme
– Richten von Springprüfungen Klasse E oder der Klasse A
– LPO, insbesondere der Disziplinen Dressur und Springe, Aufsicht Vorbereitungsplatz
Modul 3:
– Richten von Geländeritten und Stilgeländeritten Klasse E oder Klasse A
– Richten von Vielseitigkeitspringprüfungen Klasse E oder Klasse A
– Reitlehre im Zusammenhang mit dem Richten von Vielseitigkeitsprüfungen
– Abnahme von Geländestrecken
– LPO, allgemeine und besondere Bestimmungen zur Vielseitigkeit, Ablauforganisation von Vielseitigkeitsveranstaltungen, rechnerische Auswertung von Vielseitigkeitsprüfungen
– Einweisung von Hilfsrichtern
– schriftliche Arbeit über mehrere Prüfungsthemen
